Bei Zusammen Zuhause schaffen und Habitat for Humanity Deutschland setzen wir uns für einen wertschätzenden, respektvollen und möglichst diskriminierungssensiblen Umgang ein.
Uns ist bewusst, dass der Zugang zum Wohnungsmarkt in Deutschland nicht für alle Menschen gleich ist. Viele geflüchtete Menschen erleben bei der Wohnungssuche häufig Vorurteile, Benachteiligungen und Ausgrenzung. Wir möchten bestehende Diskriminierung nicht weitertragen, sondern ihr im Rahmen unserer Arbeit aktiv entgegenwirken.

Jeder Mensch besitzt die gleiche Würde. Wir behandeln Menschen respektvoll – unabhängig von ihrer tatsächlichen oder zugeschriebenen Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, ihrem Geschlecht, ihrer geschlechtlichen Identität, sexuellen Orientierung, ihrem Alter, einer Behinderung, ihrem Familienstand oder anderen persönlichen Merkmalen.
Was bedeutet das für unsere Arbeit?
Transparente und nachvollziehbare Vermittlung
Bei der Auswahl von Haushalten für eine Wohnung spielen persönliche Merkmale wie Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexuelle Orientierung keine Rolle.
Entscheidend sind sachliche und nachvollziehbare Kriterien. Dazu gehören insbesondere:
- die Passung zwischen Haushalt und Wohnung, beispielsweise hinsichtlich der Haushaltsgröße, Zimmeranzahl, Wohnfläche und Barrierefreiheit,
- die Dauer der Aufnahme in unsere Datenbank,
- besondere Schutzbedarfe oder akute Notsituationen.
Menschen mit besonderem Schutzbedarf und Personen in akuten Notlagen können im Vermittlungsprozess priorisiert werden. Die hierfür verwendeten Kriterien sind vorab festgelegt und werden einheitlich angewendet.
Regelmäßige Schulungen und gemeinsame Reflexion
Unsere Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen werden regelmäßig zu Safeguarding, Diskriminierung, Rassismuskritik und interkultureller Kompetenz geschult.
Dabei geht es nicht nur um Wissen, sondern auch darum, die eigene Haltung, Sprache und Arbeitsweise kritisch zu reflektieren.
Klare Haltung in der Zusammenarbeit
Auch gegenüber unseren Partnerorganisationen, Kommunen und Vermietenden vertreten wir eine klare Haltung gegen Diskriminierung.
Wir sprechen Benachteiligungen und diskriminierende Anforderungen an, sensibilisieren unsere Partner und suchen gemeinsam nach fairen und sachlichen Lösungen. Kriterien, die Menschen allein aufgrund persönlicher Merkmale ausschließen, unterstützen wir nicht.
Respektvolle Kommunikation und Beteiligung
Wir begegnen allen Beteiligten respektvoll und auf Augenhöhe. Informationen sollen verständlich und möglichst barrierearm zugänglich sein. Die Menschen, die wir begleiten, sollen Entscheidungen nachvollziehen, Fragen stellen und Rückmeldungen geben können.
Hinweise auf diskriminierendes Verhalten nehmen wir ernst. Betroffene können sich vertraulich an uns wenden. Wir prüfen die Situation und besprechen gemeinsam, welche weiteren Schritte möglich und sinnvoll sind.
Wir lernen weiter
Wir wissen, dass eine gute Haltung allein nicht ausreicht. Entscheidend ist, wie sie im Arbeitsalltag umgesetzt wird. Deshalb überprüfen wir unsere Verfahren regelmäßig, nehmen Rückmeldungen ernst und entwickeln unsere Arbeit weiter. Unser Ziel ist ein Vermittlungsprozess, der transparent, respektvoll und so fair wie möglich gestaltet ist.
